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Soja: Gesund oder ungesund?

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Soja genießt nicht nur bei Veganern und Vegetariern einen guten Ruf.

Soja ist in der vegetarischen Küche nicht nur als Eiweißlieferant eine wichtige Nahrungsquelle. Als Basis vieler Speisen dient Tofu als Fleischersatz und verleiht Gerichte mit Gemüse und Salaten Pfiff. Auch als Milchersatz zum Müsli oder im Kaffee ist Sojamilch sehr beliebt. Allerdings begleitet die Sojabohne ein schlechter Ruf: Ist Soja tatsächlich so ungesund?

Im Internet findet man viele Quellen, die Tofu aufgrund des unfermentierten Sojas als ungesund darstellen. Zum einen wird ihm Unverträglichkeit nachgesagt, zum anderen sollen die enthaltenen Pflanzenhormone in der Sojapflanze negativ in den menschlichen Organismus einwirken. Dass Soja generell unverträglich ist, kann man so jedoch nicht behaupten.

Verträglichkeit von Mensch zu Mensch verschieden

Nahrungsmittel werden von Menschen unterschiedlich gut oder weniger gut vertragen. So reagieren die einen z. B. auf Laktose, die anderen nicht. Dass Soja giftige Stoffe enthält, entspricht auch nicht ganz der Wahrheit. So enthält auch die grüne Gartenbohne giftige Stoffe und wird erst durch das Kochen genießbar. Man müsste Unmengen Soja verzehren um wirklich kritische Werte zu erreichen. Auch andere Nahrungsmittel und sogar Nährstoffen sind im Übermaß ungesund, wie das lebenswichtige Vitamin A oder auch die überaus gesunde Avocado, in zu großer Menge verzehrt, kann schwere Magenkrämpfe auslösen.

Steckt in Soja Östrogen?

Nein. Soja enthält - übrigens nicht als einzige Pflanze - sogenannte Phytohormone. Ein Stoff, der dem weiblichen Hormon Östrogen sehr ähnlich ist. So wird Soja einfach mal schnell eine krebsfördernde Wirkung nachgesagt. Aussagekräftige Studien, die dies beweisen würden, gibt es nicht. Tatsache ist, dass der Pflanzenstoff vom Körper ganz anders verwertet wird und vielmehr auch positive Wirkung haben kann. So lindern die sogenannten Isoflavone zum Beispiel Beschwerden in den Wechseljahren. Auch die verbreitete Meinung, dass Soja auf die männliche Potenz wirkt, konnte nie nachgewiesen werden.

Tofu in der asiatischen Küche

Außerdem: In Japan hat Tofu eine lange Tradition und die japanische Küche wird häufig als die gesündeste Nationalküche überhaupt angepriesen. Auch das Auftreten von Brustkrebs liegt dortzulande bei nahezu null. Kann Tofu (und Soja allgemein) also pauschal als ungesund angesehen werden? Wohl eher nicht. Und wie Paracelsus schon wusste: „Allein die Menge macht das Gift.“

Soja flexibel ersetzen

Es gibt viele Möglichkeiten, in der veganen und vegetarischen Küche auch auf andere Ersatzprodukte auszuweichen. Fleischersatz gibt es weitaus mehr als Tofu! In „Alles nur Fake: Fleischersatz für Veganer“ haben wir Euch die wichtigsten davon vorgestellt. Und anstatt Sojamilch funktionieren auch Hafermilch, Reismilch und Mandelmilch im Müsli. Mit Soja vergiften muss sich daher keiner.